Autismus Spektrum Störung

Bei der autistischen Störung handelt es sich um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die meist im frühen Kindesalter einsetzt und die weite Bereiche der kindlichen Entwicklung betrifft. Man spricht bei Autismus von einer Spektrumsstörung, da die Ausprägung sehr verschieden sein kann und jeder Betroffene unterschiedliche Stärken und Defizite aufweist. 

 

Das Internationale Klassifikationssystem (ICD-10, Dilling & Freyberger, 2006) fast die tiefgreifenden Entwicklungsstörungen als Störungen zusammen, die „durch qualitative Beeinträchtigungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern und durch ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten“ (Dilling & Freyberger, 2006, p. 275) gekennzeichnet sind. 


Beeinträchtigungen sind meist in den Bereichen der Sprache, der sozialen Interaktion, im Spielverhalten und dem Interessensbereich zu finden. 

 

 

Sprache:

Viele Kinder haben eine starke Verzögerung im Spracherwerb oder der Erwerb der Sprache bleibt vollkommen aus. So haben sie häufig Defizite im Bereich des Sprachverständnisses und auch im Bereich der gesprochenen Sprache. Selbst das Äußern der eigenen Wünsche gelingt häufig nicht, welches zu Frustration und unter Umständen auch aggressiven Verhaltensweisen führen kann. Auch Kinder, die sprechen erlernt haben, fallen häufig durch Besonderheiten im Sprachgebrauch auf. So kommt es häufig zu einem repetitiven Gebrauch der Sprache, zu einer so genannten Echolalie. Hierbei sprechen die Kinder häufig nach, was sie gerade von einer anderen Person gehört haben oder es werden auch zuvor gehörte Sequenzen von Filmen oder Hörspielen immer wieder wiederholt. Die sprachliche Interaktion mit anderen ist für die Kinder meist schwierig, das Aufrechterhalten eines Gesprächs klappt hier häufig nicht. 

 

 

Soziale Interaktionen:

Sehr große Auffälligkeiten sind meist im Bereich der sozialen Interaktionen zu finden. Hier zeigen viele Kinder kaum oder gar kein Interesse an Gleichaltrigen. Auch bei der Interaktion mit Erwachsenen fehlt häufig der Blickkontakt und die Mimik, Köperhaltung oder Gestik kann nicht der Situation entsprechend reguliert werden. Emotionen anderer werden häufig nicht erkannt und dementsprechend wird meist auch nicht angemessen auf diese reagiert. Es fällt den Kindern schwer ihre Gefühle oder auch Interessen mit anderen zu teilen. Auch das Lernen aus Interaktionen mit anderen ist aufgrund von Schwierigkeiten im Nachahmungsbereich häufig stark eingeschränkt.

 

 

Interessen, Spielverhalten, Aktivitäten:

Auffälligkeiten sind auch meist im Spielverhalten und den Interessen der Kinder zu finden. So fehlt bei manchen Kindern funktionales oder symbolisches Spiel vollständig. Dafür zeigen die Kinder vielfach stereotype Verhaltensweisen, wie z.B. das Wedeln mit den Händen, Schaukeln mit dem Körper, Drehen oder Aufreihen von Objekten. Bei anderen Kindern liegen die eingeschränkten Interessen im Studieren von Fahrplänen, dem Interesse für Züge, Glocken oder anderen Dingen. Rollenspiele werden häufig nicht verstanden und ein Interesse daran fehlt.

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